Freitag, 4. Februar 2022

Reiten in Tunesien und andere Dinge * Riding horses in tunisia and other things

 Assalamu aleikum, 


(English version below the pictures)


lange ist es her, seitdem ich den letzten Blogeintrag veröffentlicht habe. Nun, ich hatte in letzter Zeit alle Hände voll zu tun, und bin kaum dazu gekommen, an diesem Blog zu arbeiten oder auch reiten zu gehen...Auch waren wir; mein Mann, die Kinder und ich, ein halbes Jahr lang in Tunesien. Wir wollten uns einen Überblick über die Lage dort verschaffen, da wir ja dorthin auswandern wollten, und sind für einige Monate dorthingereist und haben dort gelebt, haben dort eingekauft, sind dort zum Arzt, haben Ausflüge gemacht, im Home Office gearbeitet... Wir haben gehofft, dass mein Mann dort eine neue Arbeit findet und wir uns langfristig in Tunesien niederlassen können... Das hat leider nicht geklappt, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Aber immerhin habe ich viel viel Neues gelernt und konnte nochmal viel besser Land und Leute kennenlernen und meine eigenen Erfahrungen sammeln. Viele Familien, die in Europa gelebt haben und nach Tunesien ausgewandert sind, machen es so, dass Frau und Kinder dort leben und der Mann weiterhin in Europa arbeitet, und zwischen den Ländern pendelt. Das wollte ich zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht machen. Vielleicht wandern wir auch nicht nach Tunesien aus, sondern in ein ganz anderes Land, wenn sich etwas ergibt. Aber sicher werden wir bald viel öfter nach Tunesien reisen und längere Zeit dort in unserer Wohnung verbringen in shaa Allah.  

Seit letztem Jahr sind wir wieder in Deutschland und ich hoffe, dieses Jahr gegen Frühling/Sommer nochmal meine Stute besuchen zu können, denn ich vermisse sie sehr. Dennoch bin ich froh, dass sie in ihrem "neuen" alten Zuhause ist, ich hätte ihr die Stallwechsel wegen der vielen Umzüge und meiner langen Abwesenheiten wegen Reisen etc nicht mehr antun wollen. 

Soviel zur Einleitung, nun meine neuen Erfahrungen bzgl Pferde und Reiten in Tunesien :-D 

Übers Reiten in Hammamet hatte ich ja schon berichtet (hier findet ihr den Link zum Artikel: https://reitenmithijab.blogspot.com/2020/12/reiten-in-hammamet-horse-riding-in.html...). Ansonsten habe ich mir auch ein paar Ställe angeguckt, die seht ihr unten auf den Fotos. Nur leider habe ich feststellen müssen, dass das Reiten gehen in Tunesien für Nicht-Touristen nicht ganz so einfach ist wie gedacht. Tunesien ist auch ein armes Land und Reiten ist bei Weitem nicht so verbreitet wie in Deutschland. Wenn es Reitunterricht gibt, dann wird dies oft für Kinder angeboten, bzw würde man sich als Erwachsener in einer Kindergruppe sehr unwohl fühlen. Geführte Ausritte finden zwar auch statt, diese sind aber meistens von Männern geführt und wenn nicht gerade eine große Gruppe von Menschen zusammen ausreitet, sondern man alleine ausreiten möchte, fällt das also auch wieder weg. Sonst wäre man ja als Frau alleine mit dem Reitführer unterwegs, was auch islamisch gesehen wiederum nicht richtig ist. Schade, dass so wenige Frauen mit Pferden arbeiten. Sicher gibt es auch Möglichkeiten für Erwachsene und für Frauen, reiten zu gehen, aber da muss man schon richtig gut und lange nach suchen. 

Beim Reitstall Cebalet Ben Ammar im Norden Tunesiens  (https://www.facebook.com/Equi-Club-Cebalet-Ben-Ammar-1039246046198047/n" ) zum Beispiel war ich dreimal, jedes mal mit der Absicht zu reiten aber es hat leider nie geklappt. Einmal standen wir im Stau und die Gruppe zum Ausreiten war schon weg, ein anderes mal hätten wir stundenlang auf die nächste Gruppe warten müssen, weil man uns mit den Zeiten zum Abritt falsch informiert hatte und das dritte mal hieß es, Ausritt erst ab zwei Personen aber es war kein zweiter da der mit ausreiten wollte. Nunja, immerhin konnte man dort gut Kaffee trinken, zum Cafe am Reitstall kamen fast mehr Leute als zum Reiten. Kaffee trinken mit Blick auf den Reitplatz, auf dem ab und zu Unterricht für Kinder und Jugendliche stattfand. Immer fertig gesattelt am Zaun stand ein Schimmel, auf dem man zwei Runden auf dem Reitplatz rumgeführt werden konnte und Fotos machen konnte. 

Nichtsdestotrotz war es ein schöner Reitstall, es war alles sauber und die Pferde waren auf Paddocks oder auf der Weide, es gab auch ein paar Fohlen dort. Eingezäunte grüne Koppeln sieht man in Tunesien recht selten, aber es gibt sie. 

Ausritte werden meist am Wochenende angeboten. Leider war ich auch selber zeitlich sehr eingeschränkt, sonst hätte es sicher besser geklappt mit dem Reiten. Vielleicht schaffe ich es ja das nächste mal in Tunesien, das Ausreitgelände sah nämlich echt toll aus mashallah!


Eine weitere sehr interessante Sache fand ich, dass Pferde in Tunesien teilweise auch heute noch zum Pflügen des Ackers eingesetzt werden. Das habe ich in Jendouba beobachten können. Jendouba ist eine sehr arme Region im Nordwesten Tunesiens. Landschaftlich ist es dort aber wunderschön, weite grüne Hügel, Wälder und Wiesen. Wie die tunesische Schweiz. Allahumma baarik. Auf dem Land in Tunesien sieht man öfters Menschen mit Esel oder Pferdekarren umherfahren, und auch auf den Feldern arbeiten. Das sind meist sehr arme Leute, die sich kein Auto oder Maschinen leisten können. Geritten wird hier sicher nicht zum Spaß, sondern aus Notwendigkeit. 

Gerade am Beispiel Reitsport zeigt sich die Schere zwischen Arm und Reich in Tunesien, die seit Jahren immer weiter auseinander geht, wieder recht deutlich. Reiten und Pferdehaltung ist entweder ein sehr teures Hobby für die Reichen und Schönen, die ihre Kindern in Reitklubs schicken können (Ausritt in Tunesien http://reitenmithijab.blogspot.com/2018/10/ausreiten-in-tunesien-im-wald-forest.html ) , oder auch für Touristen, die einen Ausritt am Strand buchen. (Reiten auf Djerba: http://reitenmithijab.blogspot.com/2018/01/reiten-auf-djerba_10.html ) Oder es ist eine Notwendigkeit, weil man sich kein Auto leisten kann, teilweise nicht einmal Strom zuhause hat und auf dem Land als armer Bauer arbeiten muss um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Das Pferd oder der Esel sind dann reine Arbeitstiere. Nun fragt man sich, wenn die Bauern ein Pferd halten können, dann kann es ja nicht so teuer sein? Nunja, auf dem Land gibt es nur wenig Arbeit, dafür viel Land. Meistens werden die Bauernhöfe auch vererbt. Und wenn man als Bauer mit seinen Kühen Geld verdienen muss und sowieso Stall und Wiese für die Kühe hat, dann kann man auch einen Esel oder ein Pferd dazustellen zum Kutsche fahren oder reiten, das ist immer noch billiger als ein Auto. Autos sind sehr sehr teuer in Tunesien, weil sie fast alle importiert werden. 

Wohnt man aber in der Stadt in einer Wohnung, arbeitet im Büro oder in einer Fabrik, muss man teure Unterhaltskosten für das Pferd in den wenig vorhandenen Ställen zahlen und auch noch dahinpendeln, in der knappen Zeit zwischen Arbeit und Familie und sonstigen Verpflichtungen. Sowas macht, anders als hier in Deutschland, kaum jemand. Dafür ist meist kein Geld da, und wenn das Geld doch da ist, dann fehlen Lust und Zeit dafür. 

Reiten als Hobby für die Mittelschicht, ein eigenes Pferd besitzen, Reitbeteiligungen, Reitstunden für Erwachsene, Pensionsställe in denen man sein Pferd unterbringen kann, sind zum Beispiel für Reiter in Deutschland Normalität. In Tunesien sind solche Dinge die absolute Ausnahme und total selten zu finden, wenn überhaupt. Natürlich gibt es den ein oder anderen Pferdebesitzer oder Erwachsenen, der reitet, aber die Regel ist das sicher nicht. Reiten ist eher ein ungewöhnliches Hobby, und ein Pferd zu besitzen erst recht. 

Auf der anderen Seite wird es Reitern aber dafür einfacher gemacht. Die Vorschriften sind zum Beispiel nicht so streng. Man braucht keine Reitplakette zum Ausreiten und man darf eigentlich überall reiten, es sei denn es ist explizit verboten. Auch was die Pferdehaltung angeht ist alles seehr viel lockerer. Gerade auf dem Land. 

Einmal haben wir einen Ausflug nach Nabeul gemacht, und als wir auf der Straße spaziert sind, haben wir plötzlich galoppierende Pferde gehört! Drei junge Männer galoppierten ohne Sattel auf Pferden durch die Innenstadt, kreuz und quer von Straße auf Bürgersteig und zurück. Sie haben sich an einem Kiosk ein Eis geholt, mit Pferd am Zügel, und sind dann weiter Richtung Strand geritten. Dort haben sie wieder angaloppiert, und sind dann auf dem Bürgersteig knapp an uns vorbeigerast. In Deutschland ein Fall für Polizei und Ordnungsamt, in Tunesien auch nicht alltäglich, aber in Ordnung. Keiner hat sich beschwert. 

Ob die Pferden den Männern gehört haben oder ob sie aus dem Dorf kamen und mit den Arbeitspferden der Familie einen Ausflug gemach haben oder ob sie zu einem Hotel mit Pferdestall gehörten, weiß ich nicht. Es schien mir aber so, als würden die Reiter ihre Pferde sehr gut kennen und so einen Ausflug nicht zum ersten mal machen. 

Auf jeden Fall war es schön das zu sehen, da träumt doch jeder Reiter von, mit seinem Pferd zum Strand zu galoppieren, ohne ein "Reiten/Galoppieren verboten" Schild an jeder Ecke zu sehen. 


Ich würde mich freuen, wenn es in Tunesien mehr Ställe gäbe, an denen auch Frauen die Ausritte leiten könnten, oder Reiten speziell für Mädchen und Frauen angeboten wird. Gerade als Frau mit Hijab fühlt man sich dann einfach wohler. Ebenfalls würde ich mir wünschen, dass der Reitsport sein Image als Sport der Reichen verliert und für die breite Masse attraktiver und günstiger gemacht wird. 

Ich hoffe ich kann bald nochmal nach Tunesien reisen und dort eine längere Zeit verbringen, und hoffentlich ergibt sich dann nochmal eine Möglichkeit, dort zu reiten. Immerhin habe ich mir einen Überblick über die Lage verschafft, und gemerkt, dass es doch etwas schwieriger ist als gedacht, mal "einfach so reiten zu gehen". Aber das war auch dem Zeitmangel geschuldet, zwischen Arbeit meines Mnnes, Jobsuche und Familie blieb nicht viel mehr Zeit. In shaa Allah nächstes mal, ich halte euch auf dem Laufenden! 


              Diesen Schimmel habe ich auf einer Wiese in Kelibia entdeckt, er war eher ablehnend mir gegenüber, er schien es nicht gewohnt zu sein, dass fremde Leute zu ihm kommen.
I discovered this gray horse in a meadow in Kelibia, he was rather dismissive of me, he didn't seem to be used to strangers coming to him.
 
                          Doch mit einem leckeren Apfel hat sich seine Stimmung schnell gebessert ;-)
But with a delicious apple his mood improved quickly ;-)
 
Der Reitplatz des Reitstalls Cebalet Ben Ammar in Sidi Thabet war richtig groß und in zwei Hälften aufgeteilt. Hinter den Bäumen waren die Weiden. 
The riding arena at the Cebalet Ben Ammar stables in Sidi Thabet was really big and divided into two halves. Behind the trees were the horse pastures.

                  Auf diesem Schimmel konnten Besucher des Cafes sich eine Runde führen lassen.
Visitors to the cafe can be guided around on this white horse.

              Vom Cafe direkter Blick zum Reitplatz...Direct view of the riding arena from the cafe...

                             Die Karte des Cafes. Dieser Reitstall und das Cafe gehören eher zu der etwas gehobeneren Sorte, es sah auch sehr gepflegt aus. The cafe menu. This riding stable and the cafe were rather upscale, they also looked very well maintained.

            Die Koppel der Pferde. Groß weit und grün, soweit das Auge reicht. Mashallah. The pasture of the horses. Big, wide and green as far as the eye can see. Mashallah.

                    Die Stallungen, die Pferde wurden hier gerade fertiggemacht. The stables, the horses were cleaned and saddled.

            Schön fand ich es, dass alle Pferde einen Blick nach draußen in den Hof hatten.
I think it is nice that all the horses had a view outside into the yard.


Trockenes Grün mit vereinzelten Bäumen, meist Olivenbäumen, sowie sandige und steinige Wege und Straßen, so sieht die Landschaft im Norden Tunesiens meist aus. Wunderschön! Subhanallah. 
Dry green grass with isolated trees, mostly olive trees, as well as sandy and stony paths and roads, this is what the landscape in northern Tunisia usually looks like. Beautiful! Subhanallah.



Leider hat dieses Pony sich geweigert, seinen Kopf zur Kamera zu drehen. Es lebt in einem kleinen Park in der Hauptstadt Tunis, und die Kinder können auf ihm reiten. Unfortunately, this pony refused to turn his face to the camera. It lives in a small park in the capital, Tunis, and the children can ride it.

Bilder vom Reitplatz und Reitunterricht in einem Reitstall in Rades, nahe bei Tunis. Pictures from the riding arena and riding lessons in a riding stable in Rades, near Tunis.

Und rüber geht es über die Cavaletti... Vorbereitung aufs Springen.  Preparation for jumping.



English version: 

Assalamu aleykum, 

It's been a long time since I published the last blog entry. Well, I've had my hands full with the children and other things lately, and I've hardly had time to work on this blog or to go horseback riding... We, my husband, the children and I, were in Tunisia for half a year . We wanted to get an overview of the situation there, since we wanted to emigrate, and traveled there for a few months and lived there, shopped there, went to the doctor there, went on excursions, worked from home office... We were hoping that my husband would find a new job in tunisia and that we could settle down in Tunisia in the long term... Unfortunately, that didn't work out, at least not at the moment. 
But at least I learned a lot of new things and was able to get to know the country and its people much better and have made my own experiences. Many families who have lived in Europe and emigrated to Tunisia do it in such a way that the wife and children live near the family in tunisia and the husband continues to work in Europe and commutes between the countries. But I didn't want to do that at the moment. Maybe we won't emigrate to Tunisia, but to a completely different country if something comes up. But we will certainly be traveling to Tunisia much more often soon and spending a longer time there in our apartment, in shaa Allah. 

We've been back in Germany since last year and I hope I will be able to visit my mare again this spring/summer because I miss her a lot. Nevertheless, I am glad that she is in her "new" old home, I would not have wanted to put her through the change of stables because of the many moves and my long absences due to travel etc.

So much for the introduction, now my new experiences regarding horses and riding in Tunisia :-D

I already wrote about riding in Hammamet (here you can find the link to the article: https://reitenmithijab.blogspot.com/2020/12/reiten-in-hammamet-horse-riding-in.html). Otherwise, I also visited a few stables, you can see them in the photos below. Unfortunately, I found out that horseback riding for non-tourists in Tunisia is not as easy as I thought. Tunisia is also a poor country and horseback riding is not nearly as common as in Germany. If there are riding lessons, then this is mostly offered for children, as an adult you would feel very uncomfortable in a group of children. Guided horseback rides also take place, but these are mostly led by men and unless a large group of people is riding together with you, that’s no longer an option. Otherwise, as a woman, you would be go for a ride alone with the riding guide, which is not good. It's a pity that so few women work with horses. Of course there are also opportunities for adults and women to go horseback riding, but you have to look really hard and for a long time.

For example, I've been to the Cebalet Ben Ammar riding stable in northern Tunisia (https://www.facebook.com/Equi-Club-Cebalet-Ben-Ammar-1039246046198047/n" ) three times, each time with the intention of riding but...One time we were stuck in traffic and the group for riding was already gone when we arrived, another time we would have had to wait for hours for the next group because we had been misinformed about the times. And the third time we went there without an appointment and we were told that riding out is just going to take place when at least two persons want to ride, but there was no one else who wanted to ride out. Well, at least one can drink coffee there, almost more people came to the cafe at the riding stables than to horseback riding. Drinking coffee with a view to the riding arena, where lessons for children and teenager took place. Always fully saddled, there was a white horse standing by the fence, on which you could be led around the riding arena for two laps and take photos.

Nonetheless, it was a nice riding stable, everything was clean and the horses were in paddocks or on the pasture, there were also a few foals there. Fenced green paddocks are rare in Tunisia, but they exist.

Rides are usually offered on weekends. Unfortunately, I was very limited in my time, otherwise it would have worked out better with the riding. Maybe I can do it next time in Tunisia, because the riding area around the stables looked really great mashallah!



Another very interesting thing I found out is that horses are still used to plow the fields in some regions in Tunisia today. I was able to observe that in Jendouba. Jendouba is a very poor region in north-west Tunisia. But the landscape is beautiful there, wide green hills, forests and meadows. Like Tunisian Switzerland. Allahumma baarik. In the countryside of Tunisia you often see people riding on donkeys or driving with horse-drawn carts, and also working in the fields. These are mostly very poor people who cannot afford a car or machinery. Riding here is certainly not for fun, but out of necessity.


The gap between rich and poor in Tunisia, which has been widening for years, is particularly evident in the example of equestrian sport. Riding and keeping horses is either a very expensive hobby for the rich and famous who send their children to riding clubs (Horseback riding in Tunisia http://reitenmithijab.blogspot.com/2018/10/ausreiten-in-tunesien-im-wald-forest.html) , or for tourists who book a horseback ride on the beach. (Riding in  Djerba: http://reitenmithijab.blogspot.com/2018/01/reiten-auf-djerba_10.html) Or it's a necessity because you can't afford a car, sometimes don't even have electricity at home and you have to work in the country as a poor farmer to earn your living. The horse or the donkey in this example are farm animals, no pets. Now you ask yourself, if the farmers can keep a horse, then it can't be that expensive to go riding? Well, in the country there are just a few jobs, but a lot of land. In most cases, the farms are also inherited. And if, as a farmer, you have to earn money with your cows and you have a barn and meadow for the cows anyway, then you can maybe also provide a donkey or a horse to drive a carriage, which is still cheaper than a car. Cars are very expensive in Tunisia because almost all of them are imported. But if one lives in an apartment in the city, work in an office or in a factory, he has to pay expensive rental costs for the horse in the few available stables and also have to commute in the scarce time between work and family and other obligations. Unlike here in Germany, hardly anyone does that. There is usually no money for this, and if the money is there, then there is neither the desire nor the time for it.

Riding as a hobby for the middle class, owning your own horse, riding participations, riding lessons for adults, boarding stables where you can house your horse are normal for riders in Germany. In Tunisia such things are the absolute exception and totally rare to find. Of course there are some horse owners or adults who ride, but that's certainly not the norm. Horseback riding is an unusual hobby, and owning a horse even more so.

On the other hand, life is easier for riders. For example, the regulations are not that strict. You don't need a riding badge to ride out (in some states in germany a rider have to buy a special badge for riding in the landscape with his horse) and you can actually ride anywhere unless it's explicitly forbidden. As far as keeping horses is concerned, everything is very much more relaxed. Especially in the country.

Once we went on a trip to Nabeul, a city that is located in the eastern part of tunisia, and while walking on the street, we suddenly heard galloping horses! Three young men galloped bareback on horses through downtown, criss-crossing from street to sidewalk and back. They got an ice cream at a kiosk, holding their horses by the reins, and then rode on towards the beach. There they galloped again and then raced just past us on the sidewalk. In Germany, a case for the police and public order office, in Tunisia also not commonplace, but its okay. Nobody complained:-D 

Whether the horses belonged to the men, or whether they came from the village and took the family's work horses for an excursion, or whether they belonged to a hotel with a stable, I don't know. But it seemed to me that the riders knew their horses very well and were not doing this for the first time. And the horses where enjoying the trip. 

Anyway, it was nice to watch this happening; every rider dreams of galloping his horse to the beach without seeing a "no riding" sign on every corner.



I would be happy if there were more stables in Tunisia where women could lead the rides, or if riding was offered specifically for girls and women. Especially as a woman with a hijab you just feel more comfortable. I would also like equestrian sport to lose its image as a sport for the rich and be made more attractive and cheaper for everyone.

I hope I can travel to Tunisia again very soon and spend a longer time there, and hopefully there will be another opportunity to ride there. At least I got an overview of the situation and noticed that it is a bit more difficult than I thought to "just go horseback riding". But that was also due to the lack of time, there wasn't much time left between my husband's work, looking for a job and family. In shaa Allah next time, I'll keep you posted! Please take a look at the pictures above.

(my english texts are first translated by google translator for reasons of time saving, and after that edited and changed by myself. Even though I read each sentence twice and checked up some vocabulary on linguee, there may be some mistakes. I hope you understand, I did my best.)








Freitag, 21. Mai 2021

Reiterin mit Hijab: Interview mit Emira * Rider with hijab: Interview with Emira

 Assalamu aleikum, 


(English version below)

schon lange habe ich die Idee im Kopf, euch andere reitende Frauen mit Hijab vorzustellen. Damit wir voneinander lernen, Tipps holen, Geschichten hören, die uns Mut machen, damit wir wissen, dass wir nicht alleine sind... Gerne könnt ihr euch bei mir melden und mir die Fragen nach diesem Muster per Email beantworten! Ich freue mich :-) Dabei spielt es keine Rolle, wie lange ihr schon reitet, ob ihr ein eigenes Pferd habt oder nicht, ob ihr täglich reitet oder nur ab und an... Das Thema lautet: Reiterin mit Hijab. Lasst uns an euren Erfahrungen teilhaben! 

Heute erzählt uns meine Freundin Emira ihre Geschichte... 


Wie heißt du und wie alt bist du? Was möchtest du sonst noch über dich erzählen? 

Assalamu aleikum wa rahmatullahi wa barakatuh, ich heiße Emira und bin 22 Jahre alt. Ich wohne in Baden-Württemberg und mache ein duales Studium. 


Bist du konvertiert oder geborener Muslim?

Ich selbst sage immer, dass ich halb-konvertiert bin. Mein Vater kommt ursprünglich aus Tunesien, daher habe ich mich nie 100% deutsch gefühlt. Meine Mutter hingegen ist aus Deutschland. Unsere Familie war nie praktizierend und meine Mutter und ihre Verwandtschaft  christlich. Ich habe also nie gelernt, was der Islam bedeutet oder um die Wichtigkeit des Tauhids oder des Gebets gewusst. Ich wusste nur, dass ich kein Schweinefleisch essen darf. Da die Religion steht und fällt mit dem bewussten Sprechen und Glauben an die Schahada, bezeichne ich mich als konvertierte Muslima :) Alhamdulillah durfte ich durch Allahs Gnade diese Religion annehmen als ich 15 war.  In diesem Alter fing ich dann auch mit dem Praktizieren an – Schritt für Schritt.

 

Seit wann praktizierst du den Reitsport?

Laut Erzählungen meiner Mama saß ich mit 3 oder 4 Jahren die ersten Male auf Ponys und habe wohl die Pferde nie vergessen können. Mit 6 habe ich dann die ersten Ferienreitkurse besucht und dort reiten gelernt. Kurz danach durfte ich dann 1x pro Woche regelmäßig Reitunterricht nehmen.


Welche Erfahrungen hast du als Muslima mit Hijab bezüglich dem Reiten gemacht? Wurdest du mit Vorurteilen konfrontiert?

Ich habe fast 10 Jahre lang als Nichtmuslima den Reitsport praktiziert. Als ich dann Allahs Religion für mich entdeckte, hat sich zunächst nichts geändert. Erst als ich um die Wichtigkeit des Hijab wusste, habe ich mir Sorgen gemacht. Da ich schon immer eine sehr kompetitive Persönlichkeit bin und Wettbewerbe liebe und auch im Reitsport regelmäßig an Turnieren teilgenommen hatte, war es eine große Hürde für mich, den Hijab am Stall zu tragen. Ich habe bestimmt ein oder zwei Jahre lang oft Angst gehabt, wie ich nur meine Pferde und meine Religion vereinen kann. Ich wollte nicht das Reiten aufgeben, aber auch keine Kompromisse bei meiner Religion eingehen. 

Als ich nach meinem Abitur anfing mich zu bedecken und nach einem Auslandsjahr (mit Reitpause) nach Deutschland kam, war ich fest entschlossen, einen Weg zu finden. Das Problem ist meiner Meinung nach, dass wir in Deutschland kaum Muslimas sehen, die reiten und Hijab tragen. Auch im Internet ist es eine Sache, die auf der Welt nicht weit verbreitet zu sein scheint. So fehlen Vorbilder und auch Ideen zur Umsetzung (wie kann ich die enge Reithose umgehen? Wie kann ich ein Kleid tragen oder einen Rock und trotzdem mein Pferd versorgen und aufsitzen?...).

Im Alltag am Reitstall kamen mir oft unschöne Blicke entgegen, entgeisterte oder auch wütende Menschen. Viele waren glaube ich einfach nur verwirrt. Gerade im Turniersport bin ich aber immer noch eine absolute Ausnahme. Bei Lehrgängen und auch bei Turnieren wurde ich immer komisch angeschaut und die Menschen haben sich gefragt, ob ich mich verlaufen habe. Ich habe nicht dazu gepasst.

Seit ich mein eigenes Pferd habe, ist es einfacher. Immerhin kann mir nun keiner Vorschriften machen, wie ich mich zu kleiden habe. Jedoch habe ich bei der Stallsuche und mehreren Stallwechseln zunächst immer Ablehnung erfahren. Ich habe nicht in das Bild der „unterdrückten, rückständig denkenden Kopftuchfrau“ gepasst. Mittlerweile habe ich mich an die Kommentare gewöhnt und blende das Gerede hinter meinem Rücken einfach aus. Von Vorteil ist auch, dass meine Stallkollegen mich mittlerweile kennen und ich nicht mehr in Frage gestellt werde. Sie kennen mich nun und haben sich wohl damit abgefunden, dass ich anders lebe und bin als sie.

 

Reitest du regelmäßig oder eher ab und zu?

Dank Allah habe ich seit 2 Jahren mein eigenes Pferd und reite regelmäßig. Davor hatte ich jahrelang viele verschiedene Reitbeteiligungen und bin ca. 2x die Woche geritten.

 

Welche Möglichkeiten zum Reiten hast du als Muslima bereits genutzt?

Angefangen habe ich mit den klassischen Ferienfreizeiten auf dem Reiterhof, gefolgt von regelmäßigem Gruppenunterricht einmal pro Woche. Mit der Zeit habe ich mehrere Reitställe ausprobiert und durfte viel helfen (Pferde füttern, misten, auf die Weide bringen, etc.) und habe so viel lernen können. Mit 10 hatte ich dann meine erste Reitbeteiligung und konnte so auch öfter reiten (ca. 2-3x pro Woche). Parallel habe ich aber auch regelmäßig Reiterferien gemacht und auch diverse Lehrgänge absolviert (Reitabzeichen um Turniere zu reiten, Longierabzeichen, etc.).

 

Was hat dir dabei am Besten gefallen?

Da ich ein Pferdenarr bin durch und durch, war ein eigenes Pferd immer mein Traum. Mehr als 10 Jahre habe ich mir täglich ein eigenes Pferd gewünscht und war sehr traurig, dass es nicht möglich war. An ein eigenes Pferd sind jedoch viele Kosten und auch Verantwortung und Verpflichtungen gebunden, die ich nicht jeder Schwester empfehlen kann.
Im Nachhinein bin ich sehr froh, dass ich in meiner Jugend verschiedene Pferde reiten konnte und mich so frei und unabhängig entwickeln konnte. Ohne eigenes Pferd ist das Leben flexibler und ungebundener.

Ich persönlich würde jedem Reitanfänger guten Reitunterricht empfehlen und sobald es möglich ist, eine Pflegebeteiligung suchen. So lernt man den Umgang mit den Pferden und sammelt viel zusätzliches Wissen und Kompetenzen. Danach würde ich eine Reitbeteiligung empfehlen, um mehr Verantwortung zu tragen und mehr zu lernen. Wenn man nach mehreren Jahren dann immer noch ein eigenes Pferd möchte, dann ist der passende Zeitpunkt, sich sein Traumpferd zu suchen :)

 

Hast du schon negative Erlebnisse und Reaktionen von deinem Umfeld auf deinen Hijab/Religion beim Reiten bekommen?

Erst vor wenigen Monaten bin ich mit meinem Pferd im Stall zur Reithalle gelaufen. Ich war voll angezogen mit meiner speziellen Reithose, die super weit ist, damit ich springen kann. Zu dem Zeitpunkt war es Sommer, wirklich warm und einige Besucher der Stallbetreiber auf der Reitanlage. Dieses Grüppchen hat mich dann beobachtet und ich habe nur ungenau etwas von „soll sie doch mal was gescheites anziehen“ gehört. Diese Aussagen sind wie so oft meist gepaart mit abfälligem Gelächter und weiterem Gerede.

Generell ist mir noch nichts wirklich gemeines widerfahren, alhamdulillah. Die alltäglichen Bemerkungen, diese Negativität „zwischen den Zeilen“ spüre ich jedoch fast überall. Außerdem merke ich sehr stark wie meine Kompetenz in Frage gestellt wird, seitdem ich mich bedecke. Davor waren einige Dinge kein Grund zur Diskussion und nun wird von jeder Seite versucht mich zu belehren: Wie ich reite, wie mein Pferd gefüttert werden soll, was beim Ausreiten zu beachten ist, etc.

 

Was war dein bestes Erlebnis beim Reiten mit Hijab?

Ich habe viele schöne Dinge erleben dürfen, aber es ist immer wieder schön auf Lehrgänge zu gehen und dann eine gute Leistung abzuliefern, obwohl alle Teilnehmerinnen argwöhnisch schauen und mich eigentlich nicht dabei haben wollen. Ich denke, ich freue mich daran, den Anderen zeigen zu können, wie gut ich reiten kann MIT Hijab. Außerdem fühle ich mich so als eine starke Vertreterin unserer Religion und bin Allah dankbar, dass ich ihnen durch mein Vorleben zeigen kann, wie engstirnig und falsch ihre Vorstellungen über uns „Kopftuchmädchen“ sind.

 

Und was war dein schlimmstes Erlebnis?

Tatsächlich kann ich gar nichts dazu sagen. Mir fällt nichts schlimmes ein, das mit meinem Hijab in Verbindung stand.

 

Wie stehen deine Familie und deine Freunde dazu, dass du reitest?

In meiner Familie bin ich seit jeher das Pferdemädchen und diejenige, die viel zu viel Geld ausgibt (wegen der Pferde versteht sich). Meine Familie hat nichts mit Pferden zu tun und teilweise sogar große Angst vor ihnen. Daher freuen sich meine Eltern, dass ich so viel „Mut“ habe mit diesen „großen Tieren“ umzugehen. Mein Freundeskreis ist sich meiner Leidenschaft bewusst. Manchmal könnte ich nur noch an Pferde denken, von Pferden sprechen und am Stall sein. Das merken natürlich auch meine Freunde und daher bin ich mittlerweile die Ansprechpartnerin für diesen Sunnah-Sport. Bisher konnte ich auch durch meine Schwärmereien einige Freundinnen für das Reiten begeistern. Sogar ihre Ehemänner haben teilweise Interesse gefunden. Die Liebe zum Reitsport und all die erlebten Abenteuer haben dann sogar durch die Erzählungen meiner Freundinnen ihre Familien neugierig gemacht!

 

Was ist dein Traum für die Zukunft?

Die gigantischsten Träume behalte ich momentan lieber im engeren Kreis, jedoch habe ich das Ziel, mit meinem Pferd in der Vielseitigkeit auf Turnieren zu starten und hier die Muslime zu vertreten. Gerade wir Muslime haben die Reiterei auf unserer Seite, da es eine Sunnah ist. Daher möchte ich, dass wir in Deutschland präsenter werden und der Islam auch mit Pferden in Verbindung gebracht wird.

Langfristig möchte ich meinen eigenen Reitstall gründen und Pferde ausbilden und auf Wettbewerben vorstellen. Außerdem möchte ich Reitunterricht geben und unserer Ummah in dieser Hinsicht zu neuem islamischen Stolz und Glanz verhelfen, indem wir diese wunderbare Sunnah praktizieren. Möge Allah es möglich machen und die Ummah Mohammeds stärken. 

Zuletzt möchte ich dir, liebe Schwester, noch einen Rat geben: Vertraue auf Allah und halte dich an der Sunnah des Gesandten (Friede und Segen sei auf ihm) fest (natürlich gehört auch das Reiten dazu und dass du es deinen Kindern beibringst ;-) . Und vergiss niemals, dass Allah zu allem die Macht hat. 

                                                     - Ende - 


Liebe Emira, vielen Dank für deine Offenheit und deine ausführlichen Erzählungen! Wenn  auch du deine Erfahrungen mit uns teilen möchtest, dann melde dich bei mir per Email und schicke mir die beantworteten Fragen. Gerne kannst du auch Fotos hinzufügen (am Besten mit unkenntlich gemachtem Gesicht, ansonsten übernehme ich das gerne). Hier sind noch einmal alle Fragen zum einfachen Kopieren: 

Wie heißt du und wie alt bist du?

Bist du konvertiert oder geborener Muslim?

Seit wann praktizierst du den Reitsport?

Welche Erfahrungen hast du als Muslima mit Hijab bezüglich dem Reiten gemacht? Wurdest du mit Vorurteilen konfrontiert?

Reitest du regelmäßig oder eher ab und zu?

Welche Möglichkeiten zum Reiten hast du als Muslima bereits genutzt?

Was hat dir dabei am Besten gefallen?

Hast du schon negative Erlebnisse und Reaktionen von deinem Umfeld auf deinen Hijab/Religion beim Reiten bekommen?

Was war dein bestes Erlebnis beim Reiten mit Hijab?

Und was war dein schlimmstes Erlebnis?

Wie stehen deine Familie und deine Freunde dazu, dass du reitest?

Was ist dein Traum für die Zukunft?



                                   Reiterin Emira mit ihrem englischen Vollblutwallach



English version: 


Assalamu aleykum,

I've had the idea for a long time in my head to introduce you to other riding women with hijab. So that we can learn from each other, get tips, hear stories that give us courage, so that we know that we are not alone... You are welcome to contact me and answer my questions according to this pattern by email! I would be very happy :-) It doesn't matter how long you've been riding, whether you have your own horse or not, whether you ride every day or just from time to time... The topic is: rider with hijab. Let us share in your experiences!

Today my friend Emira tells us her story ...


What's your name and how old are you? What else would you like to tell us about you?

Assalamu aleykum wa rahmatullahi wa barakatuh, my name is Emira and I am 22 years old. I live in Baden-Württemberg (province in southern Germany) and I am doing a dual curriculum.


Are you converted or born as a muslim?

I always say that I am "half-converted". My father is from Tunisia, so I never felt 100% German. My mother is from Germany. Our family has never been practicising their religion and my mother and relatives have been Christian. So I never learned what Islam meant or knew about the importance of tawheed or prayer. I just knew that I was not allowed to eat pork. Since religion stands and falls with the conscious speaking and believing in the Shahada, I call myself a converted Muslim :) Alhamdulillah, with Allah's grace, I was allowed to accept this religion when I was 15. It was at this age that I started practicing - one step at a time.


 How long have you been practicing equestrianism?

According to my mom, I sat on ponies for the first time when I was 3 or 4 years old and I have probably never been able to forget the horses. When I was 6 I attended my first holiday riding courses and learned to ride there. Shortly afterwards I was allowed to take riding lessons once a week.


What is your experience as a Muslim with hijab in relation to horse riding? Have you faced prejudice?

I practiced equestrian sport as a non-muslim for almost 10 years. When I discovered Allah's religion for myself, nothing changed at first... Until I knew the importance of the hijab, then I get worried. Since I've always been a very competitive personality and love competitions and had also regularly participated in tournaments in equestrian sports, it was a big hurdle for me to wear the hijab in the stable. For one or two years I have been afraid of how I can unite my horses and my religion. I didn't want to give up riding, but I didn't want to compromise on my religion either. When I started to cover myself after graduating from high school and came back to Germany after a year abroad (with a break from riding), I was determined to find a way. The problem, in my opinion, is that in Germany we hardly ever see Muslims riding and wearing hijab. Even on the internet, it's one thing that doesn't seem to be widely spread in the world. So there is a lack of role models and ideas for implementation (how can I avoid tight riding breeches? How can I wear a dress or a skirt and still take care of my horse and sit up? And so on...).

In everyday life at the stables, I often face ugly looks, amazed or angry people. I think a lot of them are just confused. But I'm still an absolute exception, especially in tournament sports. At courses and tournaments I was always looked at in a strange way and people asked themselves if I was lost. I didn't fit in. 

Since I have my own horse, it's been easier. After all, nobody can tell me how to dress. However, when I was looking for a stable and when I changed several stalls, I always experienced rejection. I didn't fit into the image of the “suppressed, backward-thinking headscarf woman”. By now I've got used to the comments and just block out the talk behind my back. It is also an advantage that my stable colleagues now know me and I am no longer questioned. They know me now and have probably come to terms with the fact that I live a different life. 


Do you ride regularly or occasionally?

Thanks to Allah, I am owning my own horse for 2 years and I ride regularly. Before that I had many different riding participations for years and rode about twice a week.


 What opportunities for horse riding have you already used as a Muslim?

I started with the classic holiday camps on the horse farm, followed by regular group lessons once a week. Over time I tried out several riding stables and was able to help a lot (feed horses, muck out stables, bring them to pasture, etc.) and have learned so much. When I was 10 I had my first riding participation and was able to ride more often (about 2-3 times a week). At the same time, however, I also have regularly made riding holidays and also completed various courses (riding badges for riding tournaments and other badges).


What did you like the most about it?

As I am a horse lover through and through, owning a horse has always been my dream. For more than 10 years I wanted my own horse every day and was very sad that it wasn't possible. However, there are many costs, responsibilities and obligations associated with owning a horse, which I cannot recommend to every sister. In retrospect, I am very happy that I was able to ride different horses in my youth and that I was able to develop so freely and independently. Without your own horse, life is more flexible and free.

Personally, I would recommend good riding lessons to every beginner and look for a care participation as soon as possible. This is how you learn how to deal with horses and gather a lot of additional knowledge and skills. After that, I would recommend a riding participation in order to take on more responsibility and learn more. If after several years you still want your own horse, then is the right time to look for your dream horse :)


Have you already had negative experiences and reactions from your environment to your hijab / religion while riding?

Only a few months ago I went to the riding arena with my horse in the stable. I was fully dressed in my special breeches that are super wide so I can jump. At that time it was summer, really warm and some visitors from the stable operators at the riding facility. This group observed me and I only heard vaguely something about "shouldnt she wear something smarter". As it is so often the case, these statements are usually paired with derogatory laughter and further talk.

In general, nothing really nasty has happened to me yet, alhamdulillah. However, I feel the everyday comments, this negativity “between the lines” almost everywhere. I also notice very strongly how my competence has been called into question since I covered myself. Before that, some things weren't a reason for discussion and now every side tries to teach me: How to ride, how my horse should be fed, what needs to be observed when riding, etc.


 What was your best experience with riding with a hijab?

I've been able to experience many beautiful things, but it's always nice to go to courses and then deliver a good performance, even though all the participants look suspicious and actually don't want me there. I think I'm excited to be able to show others how well I can ride WITH hijab. In addition, I feel like a strong representative of our religion and I am grateful to Allah that I can show them through my way of life how narrow-minded and wrong their ideas about us "headscarf girls" are.


 And what was your worst experience?

In fact, I can't say anything about it. I can't think of anything bad related to my hijab.


How do your family and friends feel about you riding?

In my family I have always been the horse girl and the one who spends way too much money (because of the horses, of course). My family has nothing to do with horses and is sometimes very afraid of them. Therefore my parents are happy that I have so much “courage” to deal with these “big animals”. My friends are aware of my passion. Sometimes I could only think of horses, talk about horses and be at the stable. Of course, my friends also notice this, so I am now the contact person for this Sunnah sport. So far I have been able to get some friends excited about riding through my stories. Even their husbands have found some interest in riding. The love for equestrian sports and all the adventures I experienced even aroused their families' curiosity through what my friends told me!


 What is your dream for the future?

At the moment I prefer to keep the most gigantic dreams in a closer circle, but my goal is to start with my horse in versatility tournaments and to represent the Muslims there. We Muslims in particular have the riding on our side because it is a Sunnah. So I want us to be more present in Germany and I want them to associate Islam with horses.

In the long term, I would like to set up my own riding stable and train horses and present them at competitions. I would also like to give riding lessons and help our Ummah to regain Islamic pride and splendor in this regard by practicing this wonderful Sunnah. May Allah make it possible and strengthen the Ummah of Muhammad. 

Finally, I would like to give you one more piece of advice, dear sister: Trust in Allah and hold fast to the Sunnah of the Messenger (peace and blessings be upon him) (of course, riding is also part of it and that you teach your children to do it ;-) . And never forget that Allah has power over everything.


                                                   - end of interview -


Dear Emira, thank you very much for your openness and your detailed stories! If you also would like to share your experiences with us, please contact me by email and send me the answered questions. You are also welcome to add photos (preferably with the face made unrecognizable). Here are all the questions for easy copying again:


What's your name and how old are you?

Are you converted or born as a Muslim?

How long have you been practicing equestrianism?

What is your experience as a Muslim with hijab in relation to horse riding? Have you faced prejudice?

Do you ride regularly or occasionally?

What opportunities for horse riding have you already used as a Muslim?

What did you like the most about it?

Have you already had negative experiences and reactions from your environment to your hijab / religion while riding?

What was your best experience with riding with a hijab?

And what was your worst experience?

How do your family and friends feel about you riding?

What is your dream for the future?











Sonntag, 25. April 2021

Dieser Moment, wenn... This moment when...

Assalamu aleikum, 


Mädchen mit Kopftuch auf einem Sportpferd


sicher kennen wir reitende Muslimas die ein oder andere lustige oder peinliche Situation....

Dieser Moment, wenn...

...du elegant aufs Pferd steigst und erst oben feststellst, dass die eine Hälfte des Rocks unter deinem anderen Bein hängengeblieben ist und nun dein Bein entblößt ist.

...eine kräftige Sturmböe weht und du dich fühlst wie Marilyn Monroe während du dein Kleid runterziehst und das Kopftuch dir vors Gesicht fliegt und dein Hals zu sehen ist. Hoffentlich passiert dir das nicht, wenn du gerade auf ein Hindernis zureitest ;-)

...du gerade den perfekten Galopprhythmus mit deinem Pferd gefunden hast und dann Kleid oder Kopftuch verrutscht und du in der Zwickmühle steckst: Einen riskanten Stunt versuchen und die Kleidung im vollen Galopp gerade rücken während das Pferd dadurch dann aus dem Takt kommt... ODER: Mit dem Kopftuch vor dem Gesicht in Würde weiterreiten und so tun als wäre nix passiert.

...du durch den Wald trabst und die Leute vor Schreck fast umfallen wenn sie dich sehen- in ihren Augen sehen sie ein Gespenst auf einem Kriegspferd.

...du beim Reiten feststellst, dass dein Dutt sich immer mehr löst und lockert und deine Haare langsam deinen Rücken runterrutschen anstatt am Hinterkopf zu bleiben und es aussiehst, als hättest du einen Buckel auf dem Rücken.

...alle denken dein Pferd sei ein Araber nur weil sie denken alle Muslime sind Araber und alle Araber reiten Araberpferde.

...du gefragt wirst ob dein Pferd dich mit Hijab/Niqab noch erkannt hat.

...dein Rock beim Trab auf dem Reitplatz im Zaun hängenbleibt und du fast deswegen vom Pferd fällst.

Die Liste lässt sich sicher beliebig fortführen... Was sind eure lustigsten Erfahrungen beim Reiten mit Hijab? Lasst es mich wissen :-) 



Quelle. Pinterest, von mir bearbeitet



English version: 

Assalamu aleykum, 

surely we riding Muslims know the one or the other funny or embarrassing situation that happened to us during our lives with the horses...

This moment when...

... you climb elegantly on the horse and when you are sitting in the saddle you notice only that half of the skirt has got stuck under your other leg and now your leg is exposed.

... a strong gust of wind blows and you feel like Marilyn Monroe while you pull down your dress and the headscarf flies in front of your face and your neck can be seen. Hopefully this won't happen to you if you are riding towards an obstacle ;-)

... you have just found the perfect canter rhythm with your horse and then your dress or headscarf is slipping and you are in a dilemma: try a risky stunt and straighten your clothes at full gallop while the horse gets out of tact ... OR: With the headscarf in front of your face, ride on with dignity and pretend nothing had happened.

... you trot through the forest and people get a shock that almost knocks them over when they see you - in their eyes, they see a ghost on a war horse.

... while riding, you notice that your bun is loosening and your hair is loosening up and slowly slipping down your back instead of staying at the back of your head and it looks like you have a hump on your back.

... everyone thinks your horse is an Arab just because they think all Muslims are Arabs and all Arabs ride Arabian horses.

... you are asked whether your horse still recognized you with a hijab / niqab.

... your skirt gets stuck in the fence of the riding arena when you trot and you almost fall off your horse because of it.

The list goes on and on ... What are your funniest experiences while riding with a hijab? Let me know :-)



Freitag, 16. April 2021

Wichtigkeit des Reitsports im Islam - Importance of horse riding in islam

 Assalamu aleikum, 


(English version below the pictures)

vor einiger Zeit bin ich auf dieses wirklich interessante Video auf Youtube gestoßen, dessen Inhalt wirklich meinen Tag verbessert hat ;-) Es geht darum, dass dem Reiten im Islam schon immer eine große Bedeutung zukam.

Leider war das Video nur sehr kurz und knapp, ich hätte mir gerne weitere Informationen und Erklärungen über das Thema gewünscht, habe aber nichts weiteres dazu gefunden. Sobald ich fündig werde, lasse ich es euch wissen. In shaa Allah. 


https://youtu.be/-RmAGDUfZek?list=LL


ungefähre Übersetzung des Videos: 


(...) Es gibt keinen Zweifel daran, dass in den Zeiten des Krieges (früher), dem Reiten eine gewaltige Bedeutung zukam, bis vor Kurzem. Und das hört nicht auf (d.h. es bleibt so), denn der Prophet, der Frieden und Segen Allahs sei auf ihm, hat gesagt: In den Stirnlocken der Pferde liegt Gutes bis zum Tag des jüngsten Gerichts. Aber es gibt Zeiten, in denen man auf das Reiten nicht oder nur wenig angewiesen ist, entweder aufgrund des Fortschritts im Leben der Menschen .. Aber dieser Fortschritt wird nicht bis zum Tag der Auferstehung bleiben, denn in den Endzeiten wird das Kämpfen mit den gleichen alten Mitteln stattfinden; Schwerter, Speere und Lanzen/Spieße. (Sprecher: Sheikh Salih Al Luhaidan)


Über den Hadith "In den Stirnlocken der Pferde liegt Gutes bis zum Tag des jüngsten Gerichts", habe ich bereits in einem anderen Artikel berichtet. Ihr findet ihn hier: 


http://reitenmithijab.blogspot.com/2019/01/in-den-stirnlocken-der-pferde-liegt.html



                                                             Quelle: Pinterest

                                                         Quelle: Pinterest 



English version: 


Assalamu aleykum,

Some time ago I came across this really interesting video on Youtube, that really improved my day ;-) It's about the fact that horse riding has always been of great importance in Islam.

Unfortunately, the video was very short, I would have liked more information and explanations about the topic, but I couldn't find anything more. As soon as I find what I am looking for, I will let you know. In shaa Allah.

https://youtu.be/-RmAGDUfZek?list=LL

approximate translation of the video:

(...) There is no doubt that in the times of war (earlier), horse riding was of enormous importance, until recently. And that does not stop (i.e. it stays that way), because the Prophet, the peace and blessings of Allah be upon him, said: There is good in the forelock of horses until the day of judgment. But there are times when there is little or no need for riding, either because of the progress in people's lives... But that progress will not last until judgment day, because in the end times the war will take place with the same old means; Swords, spears and lances / skewers. (speaker: Sheikh Salih Al Luhaidan)


I have already reported in another article about the hadith "There is good in the forelock of horses until the day of judgment". You can find it here:

http://reitenmithijab.blogspot.com/2019/01/in-den-stirnlocken-der-pferde-iegen.html



Donnerstag, 28. Januar 2021

Hijabi Reitoutfit im Winter - hijabi equestrian outfit in winter

Assalamu aleikum,

(english version below) 



Warm eingepackt sind diese Muslima und ihr Pferd fertig für den Spaziergang im Schnee
                                            Quelle: eigene


das was wir im Sommer mehr schwitzen, müssen wir im Winter weniger frieren;-)
Wenn man sich warm genug anzieht, kann man auch bei Minustemperaturen die Zeit am Stall genießen. Manchmal fühlt man sich wie ein dicker Michelin-Mann wenn man sich in der ganzen Kleidung kaum noch bewegen kann - aber Hauptsache warm;-) 

Wenn ich im Winter zum Stall gehe, trage ich zwei Paar Socken: Einmal die Reitsocken und einmal lange, dicke Wollsocken, darüber dann hohe Gummistiefel mit Fütterung drin. Dazu die ganz normale Reithose und einen dicken Reitrock aus Fleecestoff. Der hält einen richtig schön warm, wie eine kuschelige Sofadecke. Obenrum trage ich einen Rollkragenpullover oder einen normalen Pulli, und darüber entweder eine Fleecejacke oder eine leichte Regenjacke. Eine dicke Winterjacke ist mir meistens zu heiß, da man sich am Stall ja viel bewegt. Die Jacke darf aber nicht zu lang sein, sonst stört sie beim Reiten. Um meine Haare zu bedecken, trage ich einen zweiteiligen Amira Hijab und binde den Dutt etwas höher als sonst, da er mich sonst im Nacken stört zwischen den ganzen Jacken und Kragen. Der Hijab ist natürlich auch aus etwas dickerem Stoff. Ein Baumwoll-Polyester Gemisch. (Wie ihr wisst, hasse ich Polyester, aber für den Winter zum warm halten ist es nicht schlecht. Reine Baumwolle tut es natürlich auch). 
Wer will, kann sich als Frisur natürlich auch einen Flechtzopf machen und den unter dem Pulli verstauen. Somit bleibt auf dem Kopf dann auch noch Platz für eine Mütze und/oder einen Reithelm. Allerdings wird der Zopf durch die Reibung ziemlich zerfleddert werden, deswegen würde ich das nur empfehlen, wenn man nicht allzu lange Haare hat. Eventuell könnte man ein ganz leichtes Seidentuch um den Zopf wickeln, um die Haare etwas zu schützen. Bei einem kurzen Zopf oder einem Dutt reicht auch eine lange Socke aus. 



Der Reitrock für den Winter ist aus dickerem Stoff und etwas kürzer, damit er nicht durch Matsch und Schnee geschleift wird. Darunter trägt man Stiefel. Ein Tick länger hätte bei diesem Modell allerdings nicht geschadet. Quelle: eigene Fotos



Wer keinen Reitrock aus Fleece hat, der kann natürlich auch den normalen anziehen. Wenns zu kalt wird, kann man sich beim Reiten einfach eine hübsche Decke über Bauch und Beine legen und die ein bisschen zwischen Bein und Sattel festklemmen. Klappt besonders gut bei Schritt-Ausritten und beim Westernsattel. Anstelle der Reithose geht selbstverständlich auch eine Jeans, eventuell sogar mit Strumpfhose darunter, für die Frostbeulen unter euch;-). Nur bitte keine Leggins. Das wird zu kalt und Scheuerstellen sind garantiert. 



Mit einer weichen Decke über den Beinen ist es gleich viel wärmer.
                                                Quelle: eigene Fotos 



Zum Thema Pferdepflege im Winter, ihr wisst ja, mein Pferd steht ganzjährig draußen. Trotzdem habe ich ihr an nasskalten Regentagen immer eine Decke angezogen, einfach damit sie sich von der Nässe nicht im Rücken verspannt. Ist es gefroren und trocken, kann sie ganz normal ohne Decke raus und ihr  "Winterpelz" schützt sie vor der Kälte. Nach dem Reiten, besonders wenn die Pferde geschwitzt haben, sollte man ihnen eine Abschwitzdecke auflegen und warten, bis sie trocken sind, damit sie sich nicht erkälten. Ganz robusten Pferden macht es vielleicht auch nichts aus, verschwitzt ins Paddock zu kommen, aber ich würde lieber auf Nummer sicher gehen.  Ansonsten alles wie immer. Die Pferde sind ja nicht so kälteempfindlich wie wir Menschen.

Ich finde es total schön, dass es dieses Jahr nochmal geschneit hat, Reiten im Schnee macht immer Spaß :-)  





English version: 

Assalamu aleykum,

what we sweat more in summer, we have to freeze less in winter ;-)
If you dress warmly enough, you can enjoy the time in the stable even when the temperature is below zero. Sometimes you feel like a fat "Michelin man" when you can barely move in all your clothes - but the main thing is that it keeps you warm ;-)

When I go to the stable in winter, I wear two pairs of socks: once the riding socks and once long, thick wool socks, and then high rubber boots with a lining. Plus normal riding breeches and a thick riding skirt made of fleece material. It keeps you really nice and warm, like a cozy sofa blanket. On top I wear a turtleneck or a normal sweater, and over it either a fleece jacket or a light rain jacket. A thick winter jacket is usually too hot for me because you move around a lot in the stable. However, the jacket must not be too long, otherwise it will interfere with riding. To cover my hair, I wear a two-piece Amira hijab and tie the bun a little higher than usual, as it otherwise disturbs me in my neck between all the jackets and collars. The hijab is of course also made of a slightly thicker material. A cotton-polyester blend. (As you know, I hate polyester, but it's not bad for keeping you warm in winter. Pure cotton, of course, does it too).
If you want, you can of course make a braid as a hairstyle and stow it under the sweater. This leaves space on the head for a hat and / or a riding helmet. However, the braid will be quite tattered by the friction, so I would only recommend this if you don't have too long hair. Maybe you could wrap a very light silk scarf around the braid to protect the hair a little. A long sock is sufficient for a short braid or a bun. 

If you don't have a riding skirt made of fleece, you can of course wear a normal one. If it gets too cold, you can simply put a nice blanket over your stomach and legs while riding and clamp it a little bit between your leg and the saddle. Works particularly well on slow rides outside and on the western saddle. Instead of the breeches you can of course wear jeans, possibly even with tights underneath. Just no leggings, please. Its getting too cold and chafe marks are almost guaranteed.

On the subject of horse care in winter, you know, my horse is outside all year round. Nevertheless, I always had put a blanket on her back on cold wet rainy days, just so that she wouldn't tense her back muscles from the wetness. If it is frozen and dry outside, I had let her outside without a blanket and her "winter fur" protects her from the cold. After riding, especially if the horses have sweated, you should put a sweat rug on them and wait until they are dry so that they do not catch cold. Robust horses might not mind getting sweaty into the paddock, but I'd rather be on the safe side. 
Otherwise everything as always. The horses are not as sensitive to cold as we humans are.

I think it's really nice that it snowed again this year, riding in the snow is always fun :-)






Ausritt mit Überraschung

  Assalamu aleikum,  auf meiner Suche nach neuen Ausreitmöglichkeiten habe ich einen schönen und gepflegten Reitstall in Gammarth, Tunis, ge...